Jeder Modeblogger hat sich Monate darauf gefreut: Auf die neue Kollektion des zum Modegott hoch gelobten Außenseiters Alexander Wang. Die letzte Kollektion wurde von uns in den Himmel gelobt. Nicht zurecht wie ich finde.
Wang wird überbewertet. Gnadenlos. Ich mag mir da, eigentlich ohne Fachwissen, eine Meinung erlauben, die vielleicht nicht ausreichend fundiert ist. Aber ich darf mir eine Meinung bilden über diesen Hype.
Alexander Wangs diesjährige Winterkollektion ist toll, keine Frage. Aber nicht grandios. Unterhemdchen, Blazer, ultracoole Mützen -wunderbar schlicht, aber nicht innovativ. Muss vielleicht für einen Designer nicht sein, weiß ich nicht.
Was ich aber weiß ist, dass viele andere Menschen das auch gekonnt hätten. Nicht umsonst haben sich jahrelang Frauen und Männer der Modeszene schon längst so lässig gekleidet. Macht ja nichts, die Designer lassen sich nunmal von solchen Menschen inspirieren (nehme ich an, ich bin kein Insider).
Zum eh schon ultralässigen Designer nehme man sich noch ein Model als Muse/Arbeitspartnerin, das als cooles Schwein im Modelbusiness bekannt ist und schwupps hat man's: Die Unterwürfigkeit aller Modeblogger. Mir teilweise und mit kritischer Zurückhaltung inklusive, obwohl mir der Hype um die beiden auf die Nerven geht. Sie machen halt das, was wir wollen. Aber Wang ist (noch?) kein Modegott und ich finde, ihm wird zuviel abverlangt. Er wird in den Himmel gelobt und wenn mal was nicht so toll ist, ist man hoffnungslos enttäuscht.
Seine neue Kollektion finde ich, als totaler Hobbykritiker, nett und in Ordnung. Aber das hab ich irgendwie nicht anders erwartet, wie gesagt, er ist eben kein Lagerfeld.
Viele Sachen gab's eben schon mal auf den Laufstegen zu besichtigen. Die Jogginghosen finde ich toll, erinnert mich aber an Stella McCartney für Adidas. Die Farben pink und orange an die vorangegange Kollektion von Jil Sander. Der leicht mitgenommene Pullover sieht aus wie die Sommervariante des Rodarte-Stücks aus der Winterkollektion.
Alle haben soviel erwartet und dass sie jetzt enttäuscht sind, wundert mich nicht. Es wurde einfach zuviel erwartet.
Hier meine Lieblingsstücke.
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